Grenzen überwinden – Sprachen verbinden: Pädagoginnen und Pädagogen aus Tschechien und Österreich trafen sich in Vorderweißenbach
Am 6. November 2025 fand im Gemeindeamt Vorderweißenbach ein Seminar zum frühen Deutsch- und Tschechischunterricht als Fremdsprache statt. Die Veranstaltung war Teil des Projekts „Sprachenbrücken – Jazykové mosty“ (ATCZ00220), das von der Europäischen Union im Programm Interreg Österreich – Tschechien 2021–2027 kofinanziert wird.
Das Seminar brachte das Team des Lehrstuhls für Germanistik der Pädagogischen Fakultät der Südböhmischen Universität in České Budějovice mit Sprachlektorinnen sowie Pädagoginnen aus Kindergärten und Grundschulen der am Projekt beteiligten Grenzgemeinden zusammen.
Nach einem Auftakt mit Berichten aus den ersten Monaten der Projektumsetzung folgte das Hauptprogramm mit zwei Fachveranstaltungen:
- Workshop „Wort & Laut Detektive“ unter der Leitung von Ingrid Prandstetter, der Unterrichtsmaterialien für spielerische Übungen zur Aussprache und Wortschatzerweiterung präsentierte.
- Präsentation des Hueber-Verlags mit Dr. Veronika Hutarová, die moderne DaF- und ČaF-Lehrwerke und Materialien vorstellte und didaktische Spezifika des frühen Fremdsprachenunterrichts erläuterte.
Der abschließende Teil diente dem Networking und der Planung weiterer Kooperationen, etwa gemeinsamer vorweihnachtlicher Besuche tschechischer und österreichischer Kinder. Bereits nach weniger als zwei Monaten Unterricht zeigt sich: Die Kinder nehmen die Sprache des Nachbarn nicht als Fremdes wahr, sondern als natürlichen Bestandteil ihres Alltags im Grenzgebiet. Die Sprachenbrücken beginnen dadurch ein solides Fundament zu gewinnen.
